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Tech & Law Camp 2019

  • von Tobias Stephan & Simon Werner
  • 07 Mai, 2019

15.30 Uhr, Hamburg, 20. Stock: Es klopft an der Tür. „Mag jemand schon ein Bier?“ Höflichkeitshalber sagen wir nicht nein. Doch wie kam es dazu?

Sechseinhalb Stunden zuvor: Es ist kurz vor Neun, die ersten Sonnenstrahlen des Tages schweifen über die nur ein paar Meter weiter liegende Elbphilharmonie. Uns versperrt eine verschlossene Tür, an der das Plakat des Tech & Law Camps hängt, den Weg. Lucas (Taylor Wessing) kommt ums Eck und klärt uns darüber auf, dass der Workshop erst um halb Zehn beginnt. Wir nutzen die ruhige halbe Stunde, um die morgendliche Stimmung in der Speicherstadt zu genießen. 

Danach begeben wir uns auf die Dachterrasse, wo nach und nach die übrigen Teilnehmer eintrudeln und die ersten Namen ausgetauscht werden. Ein eigens engagiertes Kamerateam versucht, die teilnehmenden Studenten in Szene zu setzen und fragt nach der Motivation und den Erwartungen an das kommende Event. Es folgt der zweite Auftritt von Lucas, der uns zu einer kurzen Vorstellung der Veranstalter hereinbittet. 

Unsere Aufgabe für den Tag besteht darin, Vertragsvorlagen mithilfe von Lawlift zu automatisieren. Dafür werden wir in Teams eingeteilt. Uns wird der Handelsvertretervertrag zugeordnet. Begeistert schauen wir in die Runde und begeben uns in unseren eigenen Konferenzraum. 

Nachdem wir uns unserem Coach Volker vorgestellt haben, widmen wir uns dem Programm, welches, wenn wir fertig sind, dem Nutzer über ein Frage und Antwort-System ermöglichen soll, Verträge automatisch zu erstellen. 

Wir bekommen mehrere Vertragsentwürfe, um die typischen Merkmale eines Handelsvertretervertrags herauszuarbeiten. Den Rest des Tages erstellen wir eine entsprechende Vorlage. 

Lawlift besteht aus zwei Spalten. In der rechten befinden sich die einzelnen Vertragsbausteine. In der linken Spalte werden von uns verschiedene Fragen formuliert, die den Inhalt des Vertrages klären sollen. Anschließend verknüpfen wir die Fragen mit den einzelnen Bausteinen, sodass ein Vertragsbaustein nur unter einer bestimmten Bedingung in den Vertrag aufgenommen wird. Beispielsweise erstellen wir die Frage, ob eine Mindestumsatzklausel in den Vertrag aufgenommen werden soll. Wir verknüpfen diese Klausel im rechten Teil mit der Antwort „ja“ im linken Teil. Klickt nun der Nutzer, dass diese Klausel in den Vertrag aufgenommen werden soll, wird sie automatisch an der richtigen Stelle, mit der richtigen Formatierung und Nummerierung, eingefügt. 

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einzelne Fragen mit anderen Fragen zu verknüpfen. Die Frage stellt sich dann nur, wenn zuvor eine bestimmte Antwort gegeben wurde. Im Fall der Mindestumsatzklausel stellen wir die Frage, wie hoch der monatliche Mindestumsatz des Handelsvertreters ausfallen muss. Wir verknüpfen diese Frage mit der Antwort „ja“ auf die vorherige Frage. Im Ergebnis wird der Nutzer nur nach der Höhe des Mindestumsatzes gefragt, wenn er vorher angegeben hat, dass eine solche Klausel im Vertrag enthalten sein soll. 

Gegen Ende kommen wir in Zeitnot, sodass eine letzte Korrektur ausfallen muss. Dementsprechend „schrammen wir knapp am Podium vorbei“, wie Volker uns nach der Siegerehrung erklärt. Nachdem Volker sich Richtung Berlin verabschieden muss, lassen wir den noch jungen Abend mit einigen anderen Teilnehmern ausklingen.

Das Fazit fällt also aus: 20 Stunden Autobahn haben sich gelohnt.

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