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Legal Tech: Spielerei, Sorgenkind oder Anwalt der Zukunft?

  • von Philip Brozé
  • 24 Juli, 2019

Ein Rückblick auf unsere erste Vortragsveranstaltung

Rund 60 Interessierte haben am 09.07. gegen 18:30 Uhr den Weg zu unserer ersten Veranstaltung in die Neue Aula gefunden.

 

Nach einleitenden Worten unseres Vorsitzenden für die Intention und den Hintergrund dieser Veranstaltung wurde in die Vortragsreihen übergeleitet.


Den Beginn machten die beiden Rechtsanwälte Varinia Iber und Carolo Kunz von Menold Bezler. Die beiden Fachreferenten im Bereich des IT-Rechts teilten ihre Vortragszeit auf. Frau Iber referierte zunächst über die rechtlichen Herausforderungen und Hindernissen im Umgang mit Legal Tech. Sie nahm dabei Bezug auf die Möglichkeit der digitalen Rechtsdurchsetzung. Nach der Kehrseite berichtete Rechtsanwalt Carlo Kunz über die Chancen, die derzeit durch Legal Tech Anwendungen in der Praxis möglich sind. Besonders die Ausgeglichenheit und der praxisorientierte Bezug war ein gelungener Einstieg in den Abend.

 

Als zweite Referentin durften wir Sabine Schäufler begrüßen. Frau Schäufler ist geprüfte wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl von Professor Dr. Nettesheim. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der künstlichen Intelligenz und der menschlichen Autonomie im digitalen Zeitalter. Mit Ihrer Expertise gab sie uns einen interessanten Einblick in verfassungsrechtliche Fragen und rechtsphilosophische Gedankengänge. Ihr Vortrag regte durch Beispiele aus der Rechtswelt zum Nachdenken an und sie behandelte das Thema Legal Tech nicht lediglich als Anwendungsfrage, sondern darüber hinaus als geschaffene Verantwortung.

 

Den Abschluss der Vortragsreihe machte Uwe Horwath. Der Jurist und Geschäftsführer von der Methodigy GmbH hat einen teil seiner juristischen Ausbildung in Tübingen absolviert. Nach Beginn seiner juristischen Tätigkeit war er bis 2016 besonders im Gebiet des Handels – und Gesellschaftsrechts tätig. Bereits 2013 begann er neben seiner klassischen anwaltlichen Tätigkeit mit der Entwicklung von Methodigy. Methodigy ist eine eine Anwaltssoftware für die digitale Bearbeitung elektronischer Akten für Rechtsanwälte und Kanzleien. Die Software ist derart gut angenommen, sodass Herr Howarth seit 2017 nur noch als Softwareentwickler tätig ist. In seinem Vortrag konnten die Gäste einen dezidierten Blick auf eine Legal-Tech Anwendung gewinnen.

 

Nach drei sehr wertvollen Vorträgen dürften die Gäste in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit den vier Referenten ins Gespräch treten. Das Interesse war groß, sodass noch bis spät in den Abend diskutiert wurde. Besonders das abschließende Interesse der Gäste hat uns das Signal gegeben, dass unser Engagement am Standort Tübingen gewünscht und gebraucht wird.

 

Wir sind den Referenten sehr dankbar, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Natürlich möchten wir auch dem Lehrstuhl von Professor Dr. Nettesheim einen Dank aussprechen. Ohne die Unterstützung wäre eine Verwirklichung der Veranstaltung nicht möglich gewesen.

 

Bereits nach der Veranstaltung haben uns Gäste Ihr interesse am Thema LegalTech ausgesprochen und möchten sich gerne an unserer Initiative beteiligen. Darüber haben wir uns sehr gefreut und möchten gerne nochmal darauf hinweisen, dass wenn Ihr Lust auf das Thema Legal Tech habt, dann seid Ihr bei uns jederzeit herzlich willkommen.


Meldet euch einfach!

 

Wir danken euch für euer Interesse und sagen bis bald,

 

Euer Team von TuebingenLegalTech



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