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Bericht über den Workshop Digital Business

  • von Karl Landgraf
  • 29 Apr., 2019

Durch die Digitalisierung stellen sich, unter dem Oberbegriff Legal Tech, Fragen nach der Veränderung der juristischen Arbeitswelt. Daneben eröffnen sich durch die Digitalisierung aber auch ganze neue Themenfelder, mit denen sich Juristinnen und Juristen beschäftigen. Im Bereich des IT-Rechts geht es unter anderem um die rechtlichen Grundlagen von Cloud-Diensten und dazu gehörige Datenschutzregelungen.

 

Als Einführung in diesen Teilaspekt des IT-Rechts, luden Prof. Binder und sein Lehrstuhl in Kooperation mit der Kanzlei Noerr am 23. April unter dem Titel „Der Himmel voller Clouds – der analoge Workshop für Schlagwörter des Digital Business“ in das Gästehaus der Universität Tübingen. 

Prof. Binder eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Willkommensgruß an die ca. 25 angemeldeten Jurastudierenden und an die beiden Frankfurter Rechtsanwälte Prof. Joachim Schrey, Partner und Verantwortlicher für Digital Business, und Julian Monschke, Associate und Mitglied in den Fachgruppen Digital Business und Datenschutz, bei Noerr.

Im fachlichen Teil erklärte Prof. Schrey zuerst kurz den Begriff der Cloud, zu deutsch etwa „das Zusammenspiel von mehreren Servern als Rechnernetzwerk“, sowie die verschiedenen Nutzungsformen von Cloud Services. Das Hauptaugenmerk des Tages legte er auf das SaaS-Modell, Software as a Service. Bei dieser umfangreichsten Nutzungsform von Cloud Computing wird dem Nutzer eine nutzungsbereite Computeranwendung über das Internet bereitgestellt.

Im Anschluss erklärte er, wie bei Saas-Angeboten, die als Mittelding zwischen Dienstleistungs- und Werkvertrag zu charakterisieren sind, der Umfang der Leistung zwischen Cloudanbieter und dem Softwarenutzer als Kunden, mithilfe von SLAs, Service Level Agreements, geregelt wird. Wesentliche Fragen hierbei sind, wie zuverlässig ein Cloud-Dienst verfügbar sein muss, und was im Falle von Ausfällen passiert.

Im Vortrag von RA Monschke drehte sich alles um Datenschutz, angefangen bei der DSGVO, und um die speziellen Datenschutzfragen die die Cloud-Nutzung mit sich bringt. Ziel der Cloud ist gerade die Auslagerung von Infrastruktur, was die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Dritte mit sich bringen kann. Wir lernten den Auftragsdatenverarbeitungsvertrag, als Werkzeug zur Wahrung des Datenschutzes, kennen. Durch ADV Verträge wird geregelt, in welchem Umfang die Datenverarbeitung durch den Dritten, hier den Bereitsteller der Cloud-Infrastruktur, geschehen darf.

 

In zwei Gruppen aufgeteilt, wurden in den Workshops dann Aufgaben gelöst, die sich jeweils an den Vorträgen zu SLAs und ADV Verträgen orientierten.

Nach der Präsentation der Ergebnisse ging es zum Abendessen und Ausklang in die Kelter in Tübingen, wo sich alle Gäste und Veranstalter des Events in lockerer Atmosphäre kennenlernen und mit RA Monschke als Tübinger Alumni über alte Zeiten plaudern konnten.


Wir freuen uns auf weitere Events der Uni zu dieser Thematik.

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